Alfster Heimatfrünn e.V.


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PRESSEMELDUNG                Stührwoldt zu Gast in Alfstedt

 

Stührwoldt und seine Erlebnisse

 

Alfstedt (uml).  Bereits zum dritten Mal hatten die Alfster Heimatfrünn den Schleswig – Holsteiner Landwirt und Autor Matthias Stührwoldt zu Gast im Heimathaus und auch diesmal mussten wieder zahlreiche Stühle nachgestellt werde, damit alle Zuhörer einen guten Platz hatten.

 

Stührwoldt wurde auch diesmal seinem Ruf gerecht „das beste kommt zum Schluss“ in dem er mit dem akademischen Viertelstündchen Verspätung ankam. In seiner Begrüßung suchte der Vorsitzende der Alfster Heimatfrünn, Johann Müller, nach dem Schuldigen – aber, ob es nun der Lehrling war, der an dem Tag frei hatte oder die Baustelle und somit zu fahrende Umleitung zwischen Zeven und Selsingen wurde nicht wirklich geklärt.

 

Es war aber auch egal, denn die Ankündigung „Buten vor de dör steiht ´n Melkbuur ut Sleswig Holstein“ löste großen Beifall aus und mit dem in allen Norddeutschen Bundesländer  einheitlichen „Moin“ konnte Stührwoldt seine Lesung des Abends beginnen. Wobei – Lesung konnte man nicht sagen, denn Stührwoldt plauderte so, wie ihm der Schnabel gewachsen war, ohne Vorlage, ohne Manuskript  und immer mit viel Gestik.

 

Landwirt, ja das ist der inzwischen  49jährige durch und durch, und viele seiner Geschichten spiegeln das Leben auf seinem Hof wider. Matthias Stührwoldt beginnt seinen Geschichtenabend mit seiner eigenen Biografie, und lässt die Alfstedter an der Entstehung der regionalen Autobahn teilhaben. Nachdem das dortige Bauvorhaben sich immer wieder verzögert  hat, stellten die Geologen fest, dass der Untergrund Moor ist – tja, sagt Stührwoldt, da hätt´ man auch die Bauern fragen können, denen ist dies schon jahrhundertelang bekannt. Doch irgendwann wurde ein Teilstück dieser besagten Autobahn fertig gestellt, so der Humorist, aber vorerst nur 8km lang. Und wie in der Region gemunkelt wurde, nur für die örtlichen Fahrschulen, damit diese auch die geforderten Autobahnfahrten anbieten könnten. Trockener Humor des Landwirts, der den aufmerksamen Zuhörern auch einen nahezu intimen Einblick in seine Familiensituation gab. „Ich bin 49 Jahre alt, verheiratet und habe fünf Kinder – ja und einen Fernseher haben wir auch“. Humorvoll nahm er in einer seiner Geschichten seine Ehefrau auf die Schippe. „Es heißt, eine Frau sei am schönsten zwischen dem zweiten und dem dritten Kind“ berichtet der Landwirt „aber dies stimmt so nicht bei meiner Frau. In diesen Elf Minuten war sie nicht wirklich eine Schönheit und ich habe mich auch nicht getraut, ein Bild zu machen“, so sei es bei einer Zwillingsgeburt nun mal, fügt der Mehrfachvater hinzu.

 

Scherzhaft berichtet  Stührwoldt von der Laan-Party seiner Kinder in heimischer Küche. Bildhaft beschreibt der Autor, wie sich 14 Kinder in Küche, Flur und Nebenraum mit ihren Computern einrichten und Strategiespiele untereinander spielen. „18.30 Uhr in Stolpe: 14 Kinder starren auf ihren Monitor, 24 Uhr in Stolpe: 14 Kinder starren auf ihren Monitor, 06:30 Uhr morgens: 14 Kinder starren auf ihren Monitor – die Küche inzwischen überhitzt durch die Geräte, leere Energy Dosen stapeln sich neben den leeren Pizzakartons und es riecht nach Jung-Mann-Schweiß und Jung-Mann-Pups.“ Keiner der Computerfreaks reagiert auf den Landwirt, der sich vor dem  Melken seinen allmorgendlichen Kaffee aufbrühen möchte.  Doch sobald Stührwoldt seinen Power-Wasserkocher anwirft, springt der F I Schalter raus und die Computer gehen aus -  die 14 Kinder starren ins Schwarze – das nennt man den „Laanparty-killer“.

 

Aber nicht nur mit den großen Kindern machte Stührwoldt seine geschichtsträchtigen Erfahrungen – auch mit den kleinen erlebte er immer wieder etwas, das Stoff für neue Plattdeutsche Döntjes gab. So erklärte der Autor, warum zwei Zippen (weibliche Kaninchen) nie zwei Zippen sind und warum Meerschweinchen extra von Zoohändlern gezüchtet worden sind. „Me(h)rschweinchen heißen Meerschweinchen, weil sie immer zu mehreren sein müssen. Wenn eines stirbt, müsste man schnell ein zweites wieder dazu kaufen – aber komischerweise würde dann kurz darauf wieder das ältere sterben und das Drama geht von neuem los“ so die Erfahrung des fünffachen Vaters.

 

Nun, da seine drei Töchter schon größer sind und sich somit auch deren Kleidungsgeschmack geändert habe, wurden auch die Geschichten anders und teilweise nicht ganz jugendfrei. Die neuste Mode seiner Mädels in Sachen Unterwäsche wurde wie viele andere Familiengeschehnisse auf Platt genauestens „auseinanderklamüsselt“ wie der Norddeutsche so schön sagt. „Stringtanga – kaum noch was dran, das man sie ohne Brille nicht mal mehr sehen kann“ so Stührwoldt, „da könnte man auch ein Sackband nehmen – aber dafür sind die BHs aufgepolstert.“ Klar, dass der Autor daraus etwas Besonderes macht.  „Ich habe die Dinger mal gewogen – so ein Stringtanga wiegt nur 8,5 Gramm – inklusive Waschanleitung in acht Sprachen. Unsere Waschmaschine hat ein Fassungsvermögen von 8 Kilo – da benötigt man 941,1 Stringtangas oder in Zeit zu rechnen, zwei Jahre und sieben Monate um eine Waschladung voll zu bekommen.“ Wie lang die Wäscheleine wohl sein müsse, hatte der Schleswig Holsteiner noch nicht ausgerechnet, hingegen aber das Pendant seiner Frau, das mit 53 Gramm zu Buche schlagen würde, und immerhin schon mit 150 Stück oder nach fünf Monaten gewaschen werden könne.

 

Hier spielte es auch keine Rolle, dass so manche Ausdrücke aus dem Stolper-Platt nicht mit dem der Alfster Platt konform waren, die Lacher waren dem Humoristen sicher.

 

In der Pause nutzte Stührwoldt die Gelegenheit, ein paar von seinen inzwischen sieben Plattdeutschen Büchern zu verkaufen, um dann auch im zweiten Teil erneut mit Feinripp-Unterwäsche mit Eingriff und Einblick, Holsten Bier aus dem Angebot und Lux-Besucher Zigaretten die Lachmuskeln der Zuhörer zu strapazieren.

 

 

 

 

 

 

Bevor Matthias Stührwoldt mit seinem Programm starten konnte, musste er beim ersten Vorstizenden Johann Müller Rede und Antwort stehen .....

Wir freuen uns auf das Jahr 2017

 

mit vielen neuen Angeboten

 

und Veranstaltungen.

 

Kommt zu uns ins Heimathaus!

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Bei uns ist immer was los!